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Presse
| 18.01.2012, 08:50 Uhr |
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CDU fordert Einrichtung von Kinder-Notinseln in Gelnhausen
Die CDU-Fraktion in der Gelnhäuser Stadtverordnetenversammlung hat zur
nächsten Sitzung des Stadtparlaments einen Antrag gestellt, mit dem
die Einrichtung von Kinder-Notinseln in Gelnhausen erreicht werden soll.
„Das Projekt Kinder-Notinsel, das von der in Karlsruhe ansässigen
Stiftung Hänsel+Gretel ins Leben gerufen wurde, bietet Kindern in
Notsituationen Fluchtpunkte, in denen sie Hilfe bekommen können.
Notinseln können Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker, Metzger, Friseure,
kleinere Supermärkte, Apotheken, Banken etc. sein, sofern sie geeignet
sind und sich bereit erklären, Kindern zu helfen, wenn diese Hilfe
benötigen. Das Konzept wird nach Angaben der Stiftung Hänsel und
Gretel bundesweit bereits an 181 Standorten umgesetzt.
In Hessen sind dies die 10 Kommunen Bad Vilbel, Großkrotzenburg, Kassel, Langenselbold, Limburg, Nauheim, Neu-Isenburg, Rüsselsheim, Seligenstadt und Wetzlar. Gelnhausen wäre damit der dritte Notinsel-Standort im Main-Kinzig-Kreis.“, erklärten Fraktionsvorsitzender Volker Rode und Fraktionsgeschäftsführer Marco Wilfert.
Gewalt und Übergriffe an Kindern seien ein wachsendes Problem der
Gesellschaft, ob in Schulen, auf Spielplätzen oder auf dem Heimweg.
Bei Gewalt gegen Kinder würden die Notinseln als erster Zufluchtsort
eine wichtige Schutzfunktion erfüllen.
„Kinder in Not können bei Bedarf die gekennzeichneten Geschäfte
aufsuchen. Dort erhalten sie kompetente, auch alltägliche, Hilfe. Das
Notinsel-Logo ist ein wichtiges Zeichen für Kinder, gegen Täter und
für das gesellschaftliche Engagement der Partnergeschäfte. Wir sind
von dem Konzept überzeugt und glauben, dass die Notinseln für Gelnhausen eine wertvolle Bereicherung wären. Die Stadtverwaltung soll
gemeinsam mit dem Stadtmarketing- und Gewerbeverein die Initiative
ergreifen und die Etablierung des Notinsel-Konzepts vorantreiben. Das
ist der Inhalt unseres Antrags, für den wir auf eine breite Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hoffen. Die Sicherheit unserer
Kinder sollte es uns wert sein.“, betonten Rode und Wilfert.
Das Konzept sehe vor, dass die Notinsel-Partnergeschäfte eine Selbstverpflichtung abzugeben hätten und dann mit dem Notinsel-Logo
gekennzeichnet würden, das gut sichtbar für Kinder angebracht werde.
Eine Handlungsanweisung im Laden weise die regionalen Notrufnummern
aus und erläutere den Mitarbeitern, was im Notfall zu tun sei. |
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