Wahlprogramm

Übersicht

Über folgende Links können Sie direkt an die entsprechende Stelle unseres Wahlprogramms springen.

1. Lebenswert für Jung und Alt
2. Gesundheitsstadt
3. Sicherheit und Sauberkeit für die Menschen in unserer Stadt
4. Gelnhausen weiterentwickeln
5. Ein Verkehrskonzept für Gelnhausen – damit es rund läuft
6. Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit
7. Sportstadt Gelnhausen
8. Grimmelshausen und Co. – Gelnhausens Geschichte nutzen sowie Tourismus fördern
9. Wirtschaft und Finanzen

 

1. Lebenswert für Jung und Alt

Darum wollen wir:

  • bedarfsgerechte und qualitativ gute Betreuungsangebote weiter ausbauen sowie Betreuungszeiten und -möglichkeiten flexibel gestalten.
  • die Einrichtung von Betriebskindergärten, getragen von städtischen, kreiseigenen und/oder privatwirtschaftlichen Unternehmen, zur Erweiterung des bestehenden Angebots voranbringen.
  • das vorhandene Netzwerk an Tagesmüttern ausbauen. Die Stadt kann und soll dabei einen Beitrag für die Aus- und Weiterbildung der Tagesmütter leisten.
  • für Kinder unter 6 Jahren eine pädagogisch hochwertige Betreuung weiter ausbauen sowie die Betreuung von Grundschulkindern für Eltern verlässlich sicherstellen.
  • die nachschulische Betreuung der Grundschüler soll durch die konsequente Umsetzung des „Pakt für den Nachmittag“ sichergestellt werden.
  • von der Grundschule bis hin zur Berufsschule wohnortnahe Angebote erhalten und die Mehrgliedrigkeit der Schullandschaft bei den weiterführenden Schulen nach den Bedürfnissen der Kinder sicherstellen.
  • moderne und vielseitige Schulen haben, die den hohen Anforderungen an eine immer komplexere Ausbildung gerecht werden.
  • gemeinsam mit Land und Bund für eine Verbesserung des digitalen Unterrichts in den Schulen sorgen.
  • den „Digitalpakt Schule“ konsequent nutzen und die Anschaffung von Technologien fördern – wie z. B. die additive Fertigung (3D-Druck).
  • die Ansiedlung eines Hochschulzweiges in Gelnhausen verfolgen, etwa in Kooperation mit einer Fachhochschule.
  • die erfolgreich funktionierenden Strukturen beim Kinder- und Jugendschutz erhalten und fördern sowie frühzeitige Hilfsangebote ausbauen, damit Kinder, Jugendliche und Eltern in schwierigen Lebenslagen weiter unterstützt werden.
  • einen Kinder-/Jugendführer, bzw. Kinderstadtplan entwickeln, mit dem nicht nur die kleinen Gäste unserer Stadt, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus Gelnhausen ihre Heimat kennenlernen.
  • die generationenübergreifende, ehrenamtliche und gegenseitige Unterstützung der Menschen in Gelnhausen fördern sowie die reichhaltige Erfahrung der Senioren nutzen. 
  • dafür sorgen, dass der Posten eines festen Ansprechpartners für Seniorinnen und Senioren in der Verwaltung besetzt wird, damit dieser bei Problemen und Fragen zur Seite stehen kann.
  • die ältere Generation als Teil der Familie in den Blick nehmen. Es gibt in Gelnhausen einen Bedarf an betreutem Wohnen und Pflegeplätzen für ältere Menschen. 
  • denjenigen beistehen, die zu Hause Familienangehörige pflegen und betreuen. Durch mehr Koordinierung und Beratung vor Ort sollen bestehende und neue Pflegedienste – auch ehrenamtliche Besuchsdienste – zu einer Entlastung der Pflegenden beitragen.
  • ehrenamtlich Tätige vor verbalen sowie tätlichen Angriffen schützen. 
  • Anlaufstellen zur Koordination bürgerschaftlichen Engagements in der Kommunalverwaltung schaffen und verstetigen und Sicherungssysteme aufbauen sowie Räume in öffentlichen Gebäuden für die Nutzung durch Vereine zur Verfügung stellen.
 
 

2. Gesundheitsstadt

Gelnhausen ist einer der wichtigsten Gesundheitsstandorte in der Region. Ein breites Angebot an medizinischer Versorgung steh den Bürgerinnen und Bürgern hier zur Verfügung. Dieses Angebot gilt es stetig auszubauen und anzupassen. Vor allem muss die medizinische Versorgung in der Breite noch besser gewährleistet werden.
 
Darum wollen wir:
  • dafür Sorge tragen, dass Gelnhausen auch künftig über ein erstklassiges Angebot zur Gesundheitsversorgung verfügt. Neben den Main-Kinzig-Kliniken sind die örtlichen Fachärzte, wie bspw. im Triangulum, ein Segen für die Stadt.
  • eine flächendeckende hausärztliche Versorgung für alle Menschen sicherstellen.
  • Die Übernahme von bestehenden Hausarztpraxen unterstützen und – wenn notwendig – in Kooperation mit Kliniken medizinische Versorgungszentren (MVZ) etablieren.
  • den Einsatz von Gemeindepflegern etablieren, um hier die medizinische Versorgung vor allem von älteren Menschen in deren Zuhause zu ermöglichen. Angeschlossen an übergeordnete medizinische Träger und in Zusammenarbeit mit Fachärzten können Gemeindepfleger den Ärzten Arbeitsschritte abnehmen und auf diese Weise eine persönliche Betreuung der Patienten ermöglichen, wie sie Ärzten zeitlich schlicht nicht möglich sind.
  • in Notfällen eine schnelle Versorgung durch Rettungsdienste, Notärzte und ärztlichem Bereitschaftsdienst garantieren.
  • eine gute Erreichbarkeit und zeitnahe Terminvergabe bei Fachärzten ermöglichen.
  • die technische Infrastruktur für flächendeckende Telemedizin-Maßnahmen (eHealth) schaffen.
  • älteren Menschen die Möglichkeit bieten, möglichst lange eigenständig in ihren Wohnungen zu leben und bei Bedarf eine wohnortnahe Pflegeinrichtung nutzen zu können.
  • denjenigen beistehen, die zu Hause Familienangehörige pflegen und betreuen. Durch mehr Koordinierung und Beratung vor Ort sollen bestehende und neue Pflegedienste – auch ehrenamtliche Besuchsdienste – zu einer Entlastung der Pflegenden beitragen.
  • die Errichtung der Gesundheitsakademie des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen umsetzen.
 
 

3. Sicherheit und Sauberkeit für die Menschen in unserer Stadt

Ordnung und Sauberkeit des Stadtbildes und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sind zwei Seiten einer Medaille. In den vergangenen Jahren haben immer wieder vereinzelte Gewaltaktionen in Gelnhausen für Aufsehen gesorgt. Auch sind vereinzelt Übergriffe, nicht nur in der Innenstadt, sondern in allen Stadtteilen zu verzeichnen. Die Sauberkeit des Stadtbildes hat gelitten. Vandalismus am Bahnhof und an Bushaltestellen, aber auch an anderen Stellen hat zugenommen.
 
Darum wollen wir:
  • den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Wir möchten, dass sich die Menschen in Gelnhausen mit Respekt begegnen und sich jeder sicher fühlen kann, und wir werden Hass und Hetze in unserer Kommune keinen Platz geben und frühzeitig bekämpfen. Insbesondere werden wir den Respekt Hilfs-, Rettungs- und Ordnungskräften gegenüber einfordern. Dabei setzen wir auf wirksame Präventionsarbeit und konsequente Strafverfolgung. 
  • in Gelnhausen eine Stadtpolizei errichten. Dadurch sollen noch mehr Sicherheitskräfte in der Stadt aktiv sein, die besser ausgerüstet sind und weitreichendere Handlungsbefugnisse besitzen als etwa das Ordnungsamt. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Tätigkeit: Kontrollen und Ahnung von Vergehen wie in der Öffentlichkeit illegal abgeladenen Müll.
  • den freiwilligen Polizeidienst als Teil der Vorbeugung gegen Kriminalität erhalten und fördern. Die ehrenamtlichen Helfer sind Ansprechpartner für die Bürger, sie können Wahrnehmungen melden, Gespräche führen und zeigen Präsenz – insbesondere in Parks, Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen. 
  • Kinder, Jugendliche und Heranwachsende vor den Gefahren, die im Internet vorhanden sind, schützen sowie ihnen sinnvolle Freizeitbeschäftigungen anbieten, damit sie sich ausprobieren, entwickeln und bilden können. 
  • die Sicherheitsinitiative KOMPASS des Landes mit ihren Instrumenten zur Prävention werden wir intensiv nutzen. Dafür stellen wir in den Haushalten unserer Kommune die erforderlichen Mittel bereit. 
  • die Videoüberwachung des Bahnhofsumfelds realisieren.
  • die mögliche Videoüberwachung von weiteren öffentlichen Plätzen prüfen.
  • die verstärkte Kontrolle aller Stadtteile, um besonders gegen Vandalismus und illegal abgeladenen Müll vorzugehen.
  • die Verbesserung der Seniorenprävention. Darunter zählt auch der Einsatz eines Sicherheitsberaters für Senioren, der gezielt mit älteren Bürgerinnen und Bürgern über Gefahren und Gefahrenabwehr spricht.
  • die Verbesserung der städtebaulichen Prävention. Bei Sanierung oder Neubauten sollen Gefahrenpotentiale eingeschätzt und Sicherheitsmaßnahmen vorschlagen werden (etwa im Bereich Raumgestaltung, Licht, Sauberkeit).
  • die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsorganisationen in einem besonderen Maße fördern und wertschätzen. Wir werden Haushaltsmittel zur Verfügung stellen, damit die Feuerwehren und Rettungsorganisationen nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben erfüllen können, sondern auch ihre Funktion als Träger des Ehrenamtes und des bürgerschaftlichen Engagements innerhalb des sozialen Lebens des jeweiligen Ortsteils wahrnehmen können. Prävention und Aufklärungsarbeit sowie Kinder- und Jugendfeuerwehren werden wir fördern. 
  • für die aktiven Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren eine Zusatzkrankenversicherung durch die Stadt abschließen. Die Einsatzkräfte setzen sich für unsere Sicherheit ein, auch bei Gefahr für Leib und Leben. 
  • ein Konzept zur Freihaltung der Rettungswege erstellen und umsetzen. Nur so können gerade in sensiblen Bereichen wie der Altstadt oder den Ortskernen der Stadtteile der Brandschutz und schnelle Hilfe durch Polizei und Krankenwagen gewährleistet werden. 
  • die Sauberkeit des Stadtbildes deutlich verbessern. Die Lebensqualität einer Stadt hängt zuallererst mit dem Erscheinungsbild der Straßen und Plätze zusammen. Nicht nur die Gäste, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger Gelnhausens haben einen Anspruch auf ein gepflegtes Stadtbild. Hier ist dringender Handlungsbedarf – nicht nur im Ziegelhaus und im Bahnhofsumfeld. 
  • die Errichtung weiterer Hundestationen im Stadtgebiet.
  • Bußgeld für die nicht-ordnungsgemäße Entsorgung von Zigarettenkippen oder Kaugummis in der Öffentlichkeit.
  • das Aufstellen von Solarpapierkörben im Stadtgebiet. Diese Papierkörbe sind mit einem Sensor ausgestattet und können so hygienisch auch mit dem Fuß geöffnet werden. Der Müll wird für die Ansammlung größerer Mengen zusammengepresst; außerdem meldet der Behälter zudem automatisch an die Verwaltung, wann ein kritischer Füllstand erreicht ist, damit die Leerung veranlasst werden kann.
  • die Verwendung einer neuzuschaffenden Rathaus-App zum Melden von illegal entsorgtem Müll oder anderweitiger Verschmutzung.
 
 

4. Gelnhausen weiterentwickeln

Gelnhausen hat noch erhebliches Entwicklungspotential. Es gilt in den bestehenden Strukturen neu zu denken.
 
Darum wollen wir:
  • neue Ideen für die Weiterentwicklung der Innenstadt umsetzen. Die Innenstadt bietet Raum für Wohnen, Gastronomie, Handel und Kultur
  • eine angemessene Nahversorgung in allen Stadtteilen sicherstellen. 
  • die Altstadt noch mehr als Rahmen für besondere kulturelle Veranstaltungen nutzen. 
  • für die Altstadt, vor allem dem Obermarkt, ein Konzept entwickeln, das den Schwerpunkt auf Cafés, Gaststätten und einen Einzelhandel legt, und die Attraktivität für Besucher und Touristen in den Mittelpunkt stellt. 
  • die Festlegung des Obermarkts als touristischen Mittelpunkt der Altstadt. Dies kann nur in Verbindung mit einem entsprechenden Verkehrskonzept geschehen: der Obermarkt soll möglichst auto-frei werden, wozu wir zur Umsetzung ein dezentes Anwohnerparkhaus hinter der Winterschule vorschlagen. 
  • die Südstadt entwickeln und städtebaulich aufwerten. 
  • die Weiterentwicklung des ehemaligen Joh-Areals endlich zu einem guten und erfolgreichen Abschluss führen. Die Realisierung eines Verwaltungs- und Dienstleistungskomplexes durch die Kreissparkasse sehen wir als gute Option an. 
  • das Kinzig-Ufer aufwerten. Wir sind eine Stadt am Fluss – das sollten wir sehr viel stärker nutzen und deutlich machen! Hier soll ein Ort entstehen, der die Menschen zum Verweilen einlädt. Auch mit einem entsprechenden gastronomischen Angebot. 
  • Konzepte prüfen, inwiefern unter anderem Teile des vorderen Parkplatzes Bleiche einer neuen Nutzung als Park- und Grünfläche am Wasser zugeführt werden können. Das Areal Müllerwiese – ehemaliges Joh-Gelände – Parkplatz Bleiche ist dabei als einheitlicher und zusammenhängender Entwicklungsraum zu sehen und zu nutzen.
  • die Entwicklung der Müllerwiese derart voranbringen, dass hier ein aktiver und lebenswerter Stadtmittelpunkt für alle Generationen entsteht.
  • die Errichtung eines Calisthenics-Parks auf der Müllerwiese. Hier werden Gerätestangen fest installiert, an denen Fitnessübungen mit Eigengewicht durchgeführt werden können. 
  • die Schaffung attraktiver wirtschaftlicher Rahmenbedingung für Gastronomen, um die Nutzung freier und verkehrsberuhigter öffentlicher Straßen und Plätze für die Bewirtung zu ermöglichen und zu befördern.
  • die Entwicklung der Röther Gasse hin zu einer Gastro-Meile/Kneipengasse. Hier soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen, der mit Außen- und Erlebnisgastronomie in besonderer Weise zum Verweilen einlädt. 
  • Behördengänge vereinfachen und den Bürgern die Möglichkeit schaffen, ihr digitales Rathaus auch von zuhause aus zu besuchen. Bürgerämter als Ort des persönlichen Kontakts wollen wir dabei nicht vernachlässigen. 
  • eine Rathaus-App, über welche Bürgerinnen und Bürger die digitalen Dienste der Verwaltung nutzen können.
  • den Digitalisierungsprozess in Gelnhausen so gestalten, dass die Technik den Menschen nutzt. 
  • öffentliche WLAN-Hotspots in den Kommunen weiter ausbauen, hierfür bzw. das erfolgreiche Landesprogramm „Digitale Dorflinde“ nutzen und private Initiativen dazu fördern sowie in öffentlichen Gebäuden zum Standard machen. Die Sicherheit der digitalen Daten der Bürgerinnen und Bürger in Gelnhausen werden wir auf dem aktuellen Stand der Technik sicherstellen. Auch die entsprechenden Dienstleister werden wir dabei berücksichtigen. 
  • durch die konsequente Umsetzung des Onlinezugangs-Gesetzes des Bundes den Service der Verwaltungen für Bürger und Gewerbe über PC und mobile Endgeräte so ausbauen, dass schnelle, zuverlässige, barrierefreie und einfache Kommunikation und Bearbeitung möglich sind.
  • durch den bargeldlosen Zahlungsverkehr (ePay) im Rathaus die notwendigen Antrags- und Verwaltungsverfahren für Bürger und Verwaltung erleichtern und beschleunigen. 
  • die technischen Voraussetzungen für digitales Homeoffice schaffen, damit Arbeiten von zuhause aus überall möglich ist. 
  • durch ein strukturiertes Leerstandskataster dafür Sorge tragen, dass die vorhandene Wohnfläche genutzt wird und vorhandene Baulücken geschlossen werden. 
  • die Verbesserung des Standortentwicklungsmanagements – ein Standortmanager soll gezielt städtebauliche Potenziale ausfindig machen und nutzen. Ziel ist es, Hauseigentümer etwa mit Interessierten aus Handel- und Gastronomie zusammenzubringen. Verwaltungstechnische Hindernisse sollen auf diese Weise abgebaut und der Miet- oder Kaufprozess vereinfacht werden. Ziel ist letztlich die Belebung der Innenstadt, allen voran im Bereich Altstadt und Südstadt.  
  • das Stadtmarketing neu strukturieren und ergänzend zur den erfolgreichen Veranstaltungskonzepten stärker auf Tourismus und Wirtschaftsförderung setzen. 
  • die Umsetzung einer Bodenvorratspolitik. Die Stadt soll dabei gezielt strategisch wichtige Grundstücke aufkaufen, um damit im Bereich Stadtentwicklung größtmöglichen Handlungsspielraum zu besitzen.
  • die Ansiedlung eines Tagungshotels in Gelnhausen ermöglichen, um auf diese Weise den Tourismus zu stärken.
  • das Bücherschranknetzwerk in Gelnhausen erweitern.
  • den Dorfplatz um den öffentlichen Bücherschrank in Haitz verschönern und beleuchten.
  • auch künftig dafür sorgen, dass die städtische Infrastruktur (z.B. Hallen) den Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
 
 

5. Ein Verkehrskonzept für Gelnhausen – damit es rund läuft

Eine der zentralen Herausforderungen für unsere Stadt ist die Entwicklung eines geschlossenen Verkehrskonzeptes. 
 
Darum wollen wir:
  • die unterschiedlichen Verkehrsarten intelligent vernetzen und das Umsteigen vom Individualverkehr auf den öffentlichen Personennahverkehr erleichtern. 
  • die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs steigern, Anreize für ein dichteres Angebot setzen und bedarfsgerecht ausbauen. 
  • den Radwegeausbau vor Ort wie auch regional konsequent fortführen. 
  • alternative Antriebsmöglichkeiten – wie z. B. Elektromobilität, Brennstoffzelle und Wasserstoff –fördern sowie Mobilität durch Digitalisierung für die Nutzer schneller, verlässlicher und umweltfreundlicher machen. 
  • die vorhandene kommunale Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr (Verbrennungsmotor und Elektromobilität), den öffentlichen Personennahverkehr, Radfahrer und Fußgänger regelmäßig auf ihren Zustand überprüfen und die benötigten Gelder zur angemessenen Weiterentwicklung bereitstellen. 
  • Lücken im öffentlichen Personennahverkehr schließen sowie P&R-Angebote bedarfsgerecht ausbauen. 
  • die vorhandenen Verkehrsräume bedarfsgerecht unter den Nutzern aufteilen und dabei die Belange der unterschiedlichen Bedürfnisse von Gewerbe, privater Nutzung und Freizeitaktivität berücksichtigen. Wir werden vorhandene Radwege zu Radverkehrsnetzen fortentwickeln und intelligent regional verknüpfen. 
  • die Ausstattung von Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs und der kommunalen Betriebe mit alternativen und klimafreundlichen Antriebstechniken unterstützen. 
  • eine Vernetzung der Nutzung von Individualverkehr und öffentlichem Personennahverkehr u. a. durch digitale Schnittstellen fördern. Durch die Offenlegung von Verkehrsdaten werden wir plattformübergreifende Mobilitätsanwendungen unterstützen. Die Umsetzung eines digitalen Verkehrsleitsystem ist endlich zu realisieren. 
  • das dringend erforderliche Parkraumkonzept entwickeln, dass sowohl für Anwohner als auch für Besucher in der Kernstadt den notwendigen Parkraum schafft. Ein geeigneter Standort für weitere Parkhäuser sind hier bspw. der Bereich zwischen Herlengasse und Berliner Straße, oder aber am Standort der alten Feuerwehr. 
  • den Obermarkt auf Dauer weitgehend autofrei gestalten. 
  • die beschlossene Sperrung der Ortsdurchfahrt in Höchst und Haitz für den Schwerlastverkehr zeitnah umsetzen.
  • gemeinsam mit Kreis und Land bei der Deutschen Bahn die dringend notwendige Sanierung und den Umbau des Bahnhofs in Gelnhausen auf den Weg bringen.
  • dass der Ortsbeirat Gelnhausen-Mitte sich gemeinsam mit den Ortsbeiräten Haitz und Höchst auch zukünftig für die Interessen der Stadt im Dialog-Forum der Deutschen Bahn beim Aus- und Neubau der Strecke Hanau-Fulda einsetzt.
  • den Ausbau von Fahrradstellplätzen an zentralen Punkten der Stadt (unter anderem am Bahnhof).
  • die Errichtung sicherer Fahrradboxen an den Bahnhöfen in Gelnhausen, in denen Fahrräder eingeschlossen und E-Bikes gleichzeitig aufgeladen werden können.
  • die Machbarkeitsprüfung zur Errichtung eines Radschnellweges zur besseren Verbindung der Stadtteile (Zielpunkt könnte etwa der Bahnhof in Gelnhausen sein). Der Pendelverkehr mit dem Fahrrad soll auf diese Weise attraktiver gestaltet werden. 
  • den Pendelverkehr verstärkt auch auf das Fahrrad verlagern. Eine Anbindung eines neuen Radschnellwegs an den Radschnellweg Hanau-Maintal-Frankfurt am Main ist sinnvoll und wünschenswert. Wir unterstützen ebenfalls die Velo-Initiative des Kreises (Verbindung der Fahrradwege im Ostkreis).
  • den Stadtbus dauerhaft erhalten. Ziel muss es sein, gerade auch Veranstaltungen (Barbarossamarkt, Schelmenmarkt, Stadtrechtsfeier, Alles uff die Gass, Weihnachtsmarkt) in den Fahrplan aufzunehmen. 
  • die Möglichkeit prüfen, auf Kurzstrecken Elektro-Kleinbusse einzusetzen. Diese könnten individuell das Transportangebot auf hochfrequentierten Kurzstrecken erweitern. Denkbar wäre außerhalb eines Regelbetriebs der Einsatz dieser Fahrzeuge bei hochfrequentierten Veranstaltungen in der Stadt, wie z. B. Barbarossamarkt, Schelmenmarkt und Weihnachtsmarkt. Die Fahrzeuge könnten stetig Besucher von den Parkplätzen zum Veranstaltungsort und wieder zurückbringen.
  • den Einsatz von Dialog-Displays an wichtigen Verkehrspunkten. Diese Displays messen die Geschwindgeit der Fahrzeuge und bewerten diese mit einem Smiley. Der Einsatz solcher Displays, etwa vor Schulen, führt nachweislich zu einem verbesserten Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer vor Ort.
  • die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet auf den neusten Stand der Technik bringen.
 
 

6. Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit

Städten und Kommunen kommt eine besondere Rolle beim Thema Klimaschutz zu. In der Breite können sie Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen und auch in direktem Kontakt mit den Bürgern diese auf ressourcenschonende und umweltfreundliche Handlungsweisen aufmerksam machen. 
 
Darum wollen wir:
  • mit Gelnhausen als Vorbild vorangehen und die öffentliche Verwaltung und die öffentlichen Liegenschaften in besonderem Maße klimaschonend gestalten. 
  • die Emissionen durch kommunale Fahrzeuge im ersten Schritt deutlich senken, langfristig klimaneutral gestalten und für den Umstieg der Bürgerinnen und Bürger die nötige Infrastruktur schaffen. 
  • die notwendigen Maßnahmen zur Anpassung der Infrastruktur an veränderte Klimabedingungen umsetzen, damit die Bürger vor Extremwetterereignissen geschützt werden. 
  • bei der möglichen Ausweisung von Neubau- oder Gewerbegebieten auf höchste Energiestandards und umfassende Klimaschutzkonzepte setzen, die u. a. auch eine nachhaltige Wasserversorgung und moderne Mobilitätskonzepte mit Sharing-Modellen und emissionsfreien Antriebstechniken berücksichtigen. 
  • unseren CO2-Fußabdruck als Kommune deutlich verkleinern und dazu u. a.
  • einen Sanierungsfahrplan für kommunale Gebäude aufstellen sowie alle kommunalen Liegenschaften, bei denen dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, mit Photovoltaik und/oder Solarkollektoren ausrüsten, um zum Beispiel Bürger- und Gemeinschaftshäuser etc. regenerativ mit Energie zu versorgen und ausschließlich emissionsarme oder möglichst emissionsfreie innovative Fahrzeug- und Antriebstechniken für die kommunalen Fuhrparke nutzen. Den auf öffentlichen Flächen anfallenden Gruünschnitt und Bioabfall wollen wir energetisch nutzen und dazu, wenn möglich, mit unseren Landwirten zusammenarbeiten. 
  • auf Grundlage der Gefährdungsanalyse Maßnahmen ergreifen, um die Gefahr von Hochwasser- oder Überschwemmungsereignissen aus Starkregenereignissen zu reduzieren, und dafür zum Beispiel mehr Grünflächen zur Versickerung und Rückhaltebecken vorsehen sowie die Kanalinfrastruktur den Anforderungen entsprechend modernisieren. Ebenfalls werden wir den Hitzeschutz auf öffentlichen Plätzen optimieren und planerische Maßnahmen ergreifen, damit z. B. durch Frischluftschneisen und ausreichende Grünflächen das kommunale Binnenklima optimiert wird. Schließlich wird dem Bereich des Wassermanagements in den nächsten Jahren noch mehr Beachtung zu schenken sein. 
  • den städtischen Wald mit angemessenen forstwirtschaftlichen Maßnahmen in Anbetracht der Herausforderung des Klimawandels fit für die Zukunft machen. 
  • die Ausweitung von naturbelassenen Blühflächen zur Nutzung durch Insekten. 
  • die Erstellung eines digitalen Baumkatasters in Gelnhausen.
  • den Einsatz einer entsprechenden App, über welche Bürgerinnen und Bürger Patenschaften für Bäume übernehmen können und sich bereiterklären, diese zu bewässern. Die App wird gespeist durch ein digitales Baumkataster und ermöglicht so die optimale Zuteilung wasserbedürftiger Pflanzen im Stadtgebiet.
  • den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Gelnhausen, etwa durch die Schaffung neuer E-Ladestationen. 
  • die Förderung umweltfreundlicher Antriebe voranbringen, allen voran durch die Errichtung einer Wasserstofftankstelle in Gelnhausen. 
  • die Schaffung eines regelmäßig tagenden Unternehmernetzwerkes, unterstützt durch die Stadt. Hier soll der Austausch der Unternehmen zum Thema Ressourcensparende Unternehmensmaßnahmen angeregt werden. Energie- und Umweltexperten sollen ggf. neue Möglichkeiten und Maßnahmen zum umweltfreundlichen Wirtschaften vorstellen.
  • die Ausrichtung einer wiederkehrenden Zukunfts-Messe als Weiterentwicklung der eingestellten Ökotrends-Ausstellung.
  • die für unsere Ernährung wichtigen landwirtschaftlichen Flächen erhalten und den Flächenverbrauch für Bauvorhaben und Verkehrswege möglichst gering halten. Für naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen sollen möglichst keine landwirtschaftlich genutzten Flächen in Anspruch genommen werden, sondern die Möglichkeiten der ökologischen Aufwertung von bestehenden Wald-, Garten-, Biotop- und bereits ausgewiesenen Ausgleichsflächen genutzt werden. 
 
 

7. Sportstadt Gelnhausen

Mit der Kreissportanlage, dem Hallenbad, dem Freischwimmbad sowie den großen Sporthallen verfügt Gelnhausen über eine einzigartige Infrastruktur. Diese gilt es zu erhalten und auszubauen. Wir wollen künftig sowohl den Breitensport für alle Generationen fördern als auch Spitzensport in Gelnhausen wieder möglich machen. So soll der Ruf Gelnhausens als Sportstadt gefördert und weiterentwickelt werden. 
 
Darum wollen wir:
  • in Anbetracht der Herausforderungen der CORONA-Krise Sportvereine unterstützen, damit sie nach Ende der Pandemie ihre wichtige gesellschaftliche Funktion wieder wahrnehmen können. 
  • Gelnhausen als Sportstadt weiterentwickeln, indem auch sportliche Großveranstaltungen und überregionale Wettkämpfe in Gelnhausen stattfinden.
  • den Breiten- und Vereinssport weiter fördern und ausbauen, auch durch finanzielle Hilfen
  • auch künftig dafür sorgen, dass die Infrastruktur den Vereinen möglichst kostenlos zur Verfügung gestellt wird. 
  • Sport als Teil des Stadtmarketings begreifen, um so den Namen Gelnhausens auch überregional bekannt zu machen. 
  • besonders die Jugendarbeit der Sportvereine weiter fördern. 
  • die Errichtung eines Calisthenics-Parks auf der Müllerwiese. Hier werden Gerätestangen fest installiert, an denen Fitnessübungen mit Eigengewicht durchgeführt werden können.
 
 

8. Grimmelshausen und Co. – Gelnhausens Geschichte nutzen sowie Tourismus fördern

Gelnhausen ist nicht nur eine liebenswerte Stadt, um hier zu leben. Viele Menschen kommen im Laufe des Jahres zu uns, um die malerische Altstadt zu entdecken. Viele Feste und Märkte – vom Barbarossamarkt, über den Schelmenmarkt und den Weihnachtsmarkt – locken die Menschen aus der Region in unsere Stadt. Wir wollen keineswegs noch mehr Feste und mehr Lärm. Dennoch gilt es das historische Erbe unserer Stadt, das für viele Besucherinnen und Besucher den besonderen Reiz unserer Stadt ausmacht, noch stärker zu nutzen. 
 
Darum wollen wir:
  • die Unterstützung des Vereinswesens und des Ehrenamts, gerade auch in Anbetracht der Herausforderungen der CORONA-Krise. Wir wollen alles dafür unternehmen, den Vereinen zu helfen, auch finanziell, durch diese Krise hindurchzukommen, um ihnen anschließend eine Fortführung ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktion zu ermöglichen. 
  • ein Gesamtkonzept für Kunst und Kultur entwickeln. Dies wurde von den Kunstschaffenden der Stadt wiederholt eingefordert. 
  • die Heimatfeste wie z. B. die Waldpartien und Kerbfeste als Teil unserer Identität stärken. 
  • die ehrenamtlichen Ausrichter traditioneller Volksfeste – hier sind vor allem die Kerbfeste zu nennen – mit entgegenkommenden Rahmenbedingungen von Seiten der Stadt unterstützen (z. B. Sicherheitsdienste), damit diese Veranstaltungen weiter oder wieder durchführbar sind. 
  • die städtische Bibliothek erweitern, so dass hier auch besondere kulturelle Veranstaltungen, wie etwa Lesungen, stattfinden können. Der Charakter als Familienbibliothek soll dabei ausdrücklich beibehalten werden. 
  • das Museumskonzept weiterentwickeln und die Kulturstiftung Gelnhausen stärker einbinden. Darüber hinaus sind auch die privaten Museen sowie die Kaiserpfalz in das Konzept zu integrieren. 
  • endlich den ehemaligen Bauhof in der Burg (ehem. Burgmannenhof) entwickeln und möglichst einer kulturellen Nutzung zuführen. 
  • das Ambiente der Kaiserpfalz nutzen, um gemeinsam mit den Kulturschaffenden in Gelnhausen und Umgebung Musiktage und Aufführungen im historischen Ambiente zu schaffen. 
  • das alle fünf Jahre stattfindende Fest zur Stadtrechtsfeier weiterentwickeln und ausbauen. Die CDU will für das Stadtfest künftig mehr Mittel zur Verfügung stellen und unterstützt diesbezüglich den Förderverein Stadtrechtsfeier e.V. 
  • die Möglichkeit für Vereine und ehrenamtliche Organisationen schaffen, damit diese ihre Tätigkeit bspw. im freiwilligen Nachmittagsunterricht der Schulen präsentieren können. So könnten Sportvereine Trainingsanleitung bieten und die Freiwillige Feuerwehr könnte für ihre Arbeit werben und ihr Einsatzfeld aufzeigen.
  • die Schaffung bzw. Erhaltung der nachhaltigen Infrastruktur für das Kulturleben in Gelnhausen.
  • die nachhaltige Sicherstellung der Nutzbarkeit der städtischen Hallen.
 
 

9. Wirtschaft und Finanzen

Eine solide und generationengerechte Wirtschafts- und Finanzpolitik sind Grundlagen für unsere zukunftsorientierte Stadtentwicklung.
 
Darum wollen wir:
  • Rahmenbedingungen schaffen, die eine wirtschaftliche Wiederbelebung nach der CORONA-Krise ermöglichen. 
  • mit aller Kraft jegliche Steuererhöhung verhindern. Die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft sind durch die CORONA-Krise vor besondere finanzielle Herausforderungen gestellt. Eine Mehrbelastung zum finanziellen Ausgleich klammer öffentlicher Kassen, ist niemandem zumutbar.
  • die besonders von den CORNA-Schutzmaßnahmen betroffene Gastronomie unterstützen, beispielsweise durch die Aussetzung städtischer Gebühren etwa für die Bewirtung im öffentlichen Außenbereich. 
  • die Wirtschaft unterstützen durch die Ausgabe des bereits von uns in der Stadtverordnetenversammlung beantragten „Gelnhausen-Talers“ – eines Einkaufsgutscheins der Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger in Höhe von 20 Euro zur Einlösung in den von den CORONA-Schutzmaßnahmen wirtschaftlich negativ getroffenen Gelnhäuser Geschäften, allen voran denen des Einzelhandels und der Gastronomie.
  • eine dauerhafte stabile Finanzlage in Gelnhausen sicherstellen und den generationengerechten Umgang mit den städtischen Finanzen fortführen.
  • die Förderung der auf die Zukunft ausgerichteten ökologischen und technischen Ausgestaltung in Gelnhausen sowie unsere Infrastruktur beibehalten und ausbauen. 
  • die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich ehrenamtlich für die Belange der Kommune zu engagieren, fördern. 
  • den Kommunalen Finanzausgleich festigen und nach Möglichkeit ausbauen sowie mit Unterstützung von Bund und Land die bedarfsorientierte finanzielle Unterstützung von Gelnhausen dauerhaft fortführen. Der Kommunale Schutzschirm, die Hessenkasse, die starke Heimat und das Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ sind gute Beispiele, wie dies funktionieren kann. 
  • die durch bürgerschaftliches Engagement eingeworbenen Mittel für kommunale Projekte durch öffentliche Mittel anteilig erhöhen.

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